Bei abnehmbarem Zahnersatz handelt es sich um Teilprothesen aus Kunststoff, Metall und Kunstoff sowie totale Kunststoffprothesen. Wie der Name sagt, sind diese Art von Versorgungen nicht auf den Restzähnen zementiert, sondern sie müssen jeden Tag für die Reinigung herausgenommen werden.

Die Teilprothese

Sie können nur bei Personen eingesetzt werden, die noch genügend gesunde Zähne besitzen. Man unterscheidet zwischen 3 Formen von Teilprothese:
Die Kunststoffprothesen sind mit Drahtklammern an den noch vorhandenen Zähnen befestigt. Wir fertigen Sie nur als Provisorium nach mehrere Zahnextraktionen an, bis die Extraktionsstellen ausheilen und empfehlen eine Metallgerüstprothese nach ca 3 Monate Tragezeit.
Metallgerüstprothesen (Modellguß) mit verschiedene Verankerungsmöglichkeiten, siehe unten.
Sie werden im Vergleich zu Kunststoffprothesen passgenauer angefertigt und werden nicht wie die Kunstoffprothese z.B. den Gaumen in Oberkiefer voll bedecken.Sie sind schmäler gestaltet, stabiler und haben einen viel besseren Sitz in Vergleich zur Kunstoffprothese.

1. Metallgerüstprothesen mit Klammern-Verankerung sind an vorhandenen Zähnen mittels meist sichtbaren gegossenen Klammern befestigt. Aufgrund der ungünstigen Hebelwirkung, kann sie jedoch die restlichen Zähne durch die Klammern beschädigen. Man kann aber die Randzähne mit Klammerkronen überkronen und somit die Hebelwirkung minimieren.
2. Metallgerüst mit Geschiebe
Geschiebe statt Klammern sind die beste Lösung für einen dauerhaften Tragekomfort.
Die Geschiebeverankerung setzt eine relativ gut erhaltene Restbezahnung voraus.
Eine an Geschieben verankerte Metallgerüstprothese benötigt immer zwei Geschiebe.
Ein Geschiebe besteht immer aus zwei Teilen. Der abnehmbare Teil (Matrize), befindet sich in der Prothese, der fixe Teil (Patrize), ist Bestandteil einer Krone. Dafür müssen wir vorausgehend mindestens 2 Nachbarzähne mittels Kronen zusammen verblocken (sind nur wenige Zähne vorhanden, müssen wir alle Restzähne zusammen verblocken).
Im Gegensatz zu den konventionellen Klammerprothesen ergibt sich vor allem ein ästhetischer Vorteil, da die Verankerung nach außen hin nicht sichtbar ist. Ausserdem ist der Halt gegenüber den Klammerprothesen erhöht.
3. Metallgerüst mit Druckknopfverankerung bzw mit Stegverankerung werden kaum mehr auf einer Restbezahnung angefertigt. Sie sind aber die besten Verankerungen einer implantatgetragenen Prothese, wobei die Stegverankerung einer Prothese den best möglichen Halt verleiht.

Die Teleskop-Prothese

Die Teleskopprothese wird durch Teleskopkronen (auf den Zähnen einzementiert) sehr gut gehalten. Sie bietet dadurch einen hohen Tragekomfort und eine ausgeglichene Belastung und Stabilisierung des Restzahnbestandes. Die ästhetischen Ergebnisse sind besser als bei der normalen Prothese, da es keine Klammern gibt. Eine Teleskopprothese kann bei weiterem Zahnverlust meist ohne Probleme erweitert werden.

Die Totalprothese

Totalprothesen kommen beim zahnlosen Kiefer zum Einsatz und dienen der Wiederherstellung der Kaufähigkeit und der Ästhetik. Im Volksmund wird die Total-Prothese auch Gebiss genannt.
Zahnform, Zahnfarbe, Bisshöhe und -lage werden individuell festgelegt. Die Totalprothese hält aufgrund der anatomischen Gegebenheiten mittels Saugwirkung an der Schleimhaut.
Bei ungünstigen Kieferkammverhältnissen kann selbst bei optimaler Gestaltung des Prothesenrandes kein genügender Saugeffekt erreicht werden. In solchen Situationen empfehlen wir das Setzen vom 2 - 4 Implantaten, an denen die Prothese verankert wird.
Eine Implantatlösung ist vor allem im Unterkiefer häufig angezeigt, da durch die Zungenbewegungen und den beweglichen Mundboden kein Halt gegeben ist. Ein Kompromiss ist das Prothesenkleben mittels verschiedener Haftcremen, das aber kein Tragekomfort bieten.