Diese Operation wird zum Erhalt des Zahnes durchgeführt, wenn der Knochen rund um die Wurzelspitze entzündet ist. Die einzige Alternative dazu ist die Entfernung des Zahnes.
Als WSR bezeichnet man die chirurgische Entfernung der Wurzelspitze eines Zahnes samt des entzündlich, veränderten Knochengewebes um die Wurzelspitze und vorhandener radikulärer Zysten.

Wann ist eine WSR indiziert?

  • Die Wurzelbehandlung war aus anatomischen Gründen (z.B. stark gekrümmte Wurzelkanäle, Kanalverzweigungen) nicht erfolgreich. Es hat sich eine chronische Entzündung an der Wurzelspitze des Zahnes entwickelt.
  • Bei einem prothetisch versorgten Zahn (Stift und Krone) mit einer chronischen Entzündung an der Wurzelspitze.
  • Die chronische Entzündung stellt einen "Herd" dar, von dem andere entzündliche Prozesse im Körper ihren Ausgang nehmen.
  • Radikuläre Zysten
  • Frakturen des Zahnes im Bereich der Wurzelspitze
  • Frakturiertes Wurzelkanalinstrument im Wurzelspitzenbereich
  • Im Rahmen von Zystenoperationen

Wie läuft dieser Eingriff ab?

Dafür klappen wir das Zahnfleisch auf, tragen die Knochenwand über der betroffenen Wurzelspitze mit einem Bohrer ab und legen die entzündete Wurzelspitze frei. Diese kürzen wir nun um 3-4 mm, kratzen die kleine Knochenhöhle sorgfältig vom entzündlichen Gewebe aus und vernähen die Schleimhaut dicht. Die Nähte werden wir 10-14 Tage später entfernen.

Welche Komplikationen sind möglich?

  • Rezidiv (erneutes Auftreten der chronischen Entzündung)
  • (Vorübergehende) Lockerung des resezierten Zahnes, im Fallen eines einwurzeligen Zahnes
  • Im Oberkiefer: Eröffnung der Kieferhöhle mit Risiko einer Infektion (Sinusitis)
  • Im Unterkiefer: Schädigung des Unterkiefernervs mit vorübergehenden, selten bleibenden Gefühlsstörungen im Bereich der Unterlippe oder des Kinnes auf der entsprechenden Seite.
  • Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) gegen Betäubungsmittel oder eingesetzte Medikamente sind absolut selten: Sie führen zu lokalen Erscheinungen wie Juckreiz und Hautrötung, bis hin zu Krampfanfällen, Atemnot und Kreislaufstillstand. Diese werden sofort stationär behandelt.

Verhalten nach der Operation